12/10/2021 Th3ateradm1n

„Mensch. Wie?“

Mensch.Wie? Die neue Produktion des Theaterlabors

Was ist das Menschliche in allen Menschen, von dem Hannah Arendt spricht? Das Theaterlabor-Ensemble befragt Figuren aus dem Roman „Kassandra“ von Christa Wolf und begibt sich auf die Suche nach dem Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit.

Uns interessieren die gedanklichen Überschneidungen dieser beiden Frauen; die Fragen, die beide an die Systeme richten, in denen wir leben, die Machtdynamiken, die sie klären, offenbaren und die außergewöhnlichen Perspektiven, aus denen sie beide sprechen.

Wir gehen von Hannah Arendts’ Gedanken zu den Ursprüngen des Totalitarismus aus und fragen: „Was für ein Wesen ist der Mensch?“ Was bedeutet es angesichts der jüngsten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, ein Individuum, Teil einer Gesellschaft und Teil eines Systems zu sein? Hannah Arendt lehrt uns Empathie, was es bedeutet, wirklich über sein Handeln nachzudenken und – wenn schon nicht das Richtige – so doch wenigstens nicht das Falsche zu tun. Kassandra erklärt uns und sich, was es bedeutet, das System zu durchschauen, nachdem sie so hart daran gearbeitet hat, ein Teil davon zu sein. Wie können wir klare Gedanken fassen? Wann sagen wir „Nein“, auch wenn es bedeutet, unsere Position in der Gesellschaft zu riskieren?

Wir nähern uns diesen Fragen durch unser Handwerk, durch physisches Theater. Wir finden Wege, diese Fragen im Theaterraum zu bearbeiten, indem wir unseren Körper und unser Zusammensein als Gruppe nutzen. Wir entwickeln uns als Wesen, entwickeln das Zusammensein. Wir entwickeln Strategien, um diese Fragen zum Menschsein zu stellen und physisch, rhythmisch zu beantworten.