Theaterlabor nachhaltig auf Tour

Touring

Neben der Projektarbeit in der Region und Aufführungen im TOR6 Theaterhaus in Bielefeld sind einige Theaterlabor-Produktionen als Gastspiele „on Tour“. Auch wenn dies meist einzelne Gastspiele sind, lohnt es sich, das Touring ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu betrachten.

Alle relevanten Aspekte, die unter Mobilität, Materialverbrauch und Versorgung aufgeführt sind, gelten selbstverständlich auch auf Tour.

WAHL DES FAHRZEUGS

Wie groß ist die zu transportierende Produktion (Team, Ausstattung, Technik)? Ist ein eigenes Fahrzeug vorhanden? Muss eines angemietet werden? Kann dies ein Elektrofahrzeug sein? Können Teammitglieder im ÖPNV reisen?

SPIELORT

Was ist dort schon vorhanden (z.B. Technik) und muss demzufolge nicht von A nach B transportiert werden?

NEUPRODUKTIONEN / MOBILE VERSIONEN

Spielt es schon bei der Produktion neuer Stücke eine Rolle, ob sie später auf Tour gehen? Ist es möglich so zu planen, dass alles in einem Fahrzeug transportiert werden kann? Können bestehende Theaterstücke in „mobile Versionen“ umgewandelt werden?

MEHRERE STATIONEN

Ist es möglich eine Tour so zu planen, dass Spieltermine gebündelt und mehrere Orte hintereinander bespielt werden, um unnötige Fahrten und Mehraufwand zu vermeiden?

Auswärtsauftritte ergeben sich eher punktuell. Der gute Kontakt zu einem Kooperationspartner ist dabei wichtiger als die Wahl des „perfekten“ Spielorts im Sinne der Nachhaltigkeit. Aufgrund von begrenzten Kapazitäten ist es meistens nicht möglich mehrmals auf „einer Strecke“ zu spielen. Als kleiner Kulturbetrieb planen wir also keine mehrtägigen Touren. Die beiden Produktionen, die aktuell am meisten unterwegs sind – „Schlachtertango“ und „Murmeln im Kopf“ – passen tatsächlich inklusive Team in einen Bulli. „Murmeln im Kopf“ wurde speziell als mobile Version umgearbeitet. Im laufenden Projekt „Kultur an lebendigen Orten“ entsteht gerade eine Produktion, die auswärts in kleinen Räumen gespielt werden soll. Dementsprechend reduziert wird die Ausstattung sein.

Aus künstlerischer Sicht ist es aber nicht immer möglich und sinnvoll, dass Produktionen eine reduzierte Ausstattung/ Besetzung haben. Hier gilt es abzuwägen.