NO. 2 // ABSURDESQUE (2017)

Die Welt ist aus den Fugen – es spukt gewaltig auf den Bühnen dieser Welt. Zombiegestalten, einem absurden Theaterpanoptikum entstiegen, spielen ihre Rolle wohl zum tausendstenmal. Ihre Gesten sind geklaut, ihre Geschichten sind falsch, ihre Monologe rotieren in Dauerschleife.

Was aber ist fake und was ist real? Spielt das überhaupt noch eine Rolle? Gefühle jedenfalls nicht, und trotzdem fühlt es sich gut an. So gut, dass sie es immer und immer wieder versuchen. Also spiel es nochmal, Sam!

In dieser Absurdesque ist nichts eindeutig. Ständig müssen die Zuschauer entscheiden, ob es noch lustiges Spiel ist oder schon bitterer Ernst. Am Ende aber sind sie bereit für eine neue Welt, einen neuen Anfang. Und Meister Beckett schaut von oben lächelnd zu.

Hintergrund

No. 2 greift die Sinnentleerungen und Absurditäten aus der Politik und der alltäglichen Welt auf. Dargestellt wird im Spiel eine Welt, in der sich die Zuschauer nicht sofort wiedererkennen. Dabei erscheint die Frage nach dem Sinn immer wieder als Ausgangspunkt. Auf der Bühne wird mit verschiedensten Elementen agiert, die die absurdeste Sinnentleerungen zelebrieren. In der Widerspiegelung der Absurditäten der Welt erkennt der Zuschauer seine eigenen, alltäglichen Erfahrungen aus der Welt der Medien wieder. Ziel unserer Absurdesque ist nun die vollendete Sinnentleerung. Durch die Aktionen und die Reaktionen der Schauspieler aufeinander, wird eine mögliche Sinnhaftigkeit immer wieder bewusst unterbrochen.

No. 2 ist die Fortführung des Theaterstücks „Absurdesque“ aus dem Jahr 2008. Mit der Absurdesque etablierte das Theaterlabor ein eigenständiges Genre in der Theaterwelt. Das Ensemble bringt nun im zweiten Teil durch verschiedene Elemente eine moderne Form absurden Theaters auf die Bühne. Umgesetzt wird No. 2 durch die Übernahme von Anregungen aus dem Werk Samuel Becketts. Durch die Verwendung von Charakteren aus Becketts Werken und die Verwendung der Gestik und Mimik von Weltpolitikern wie Donald Trump und Marine Le Pen entwickeln wir auf der Bühne eine ganz eigene Formsprache. Die Interpretationen und Lesarten werden den Zuschauern selbst überlassen. Sie entscheiden letztendlich, ob und wie viel Sinn sie einer beobachteten Situation zuschreiben. So wird der aktive Zuschauer ermächtigt, einer sich selbst entgleitenden Welt wieder Sinn zu geben.

Team
Regie: Siegmar Schröder
Von und mit: Yuri B. Anderson, Thomas Behrend, Michael Grunert, Agnetha Jaunich, Laura Parker, Lukas Pergande, Florian Wessels, Alina Tinnefeld

Termine

12.05.2017 – Premiere

Keine aktuellen Termine

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